Neues von den Kulturstrolchen (1. Halbjahr 2015/16)

 

Die Kulturstrolche als Archäologen

 

Die Kulturstrolche = die Klasse 3a fuhr am 26.10.2015 zur Kaiserpfalz.

 

Das ist ein Museum hinter dem Paderborner Dom, in dem Funde ausgestellt werden.

 

Wir trafen dort Frau Dr. Christiane Wabinski, die uns Siebe, Eimer und Schaufeln austeilte. Dann ging sie mit uns zu einer großen Ausgrabungsstelle vor dem ehemaligen Landeshospital. An manchen Stellen entdeckten wir auch noch, dass es früher ein Krankenhaus war. Davor zeigte uns Frau Dr. Gai, eine Stadtarchäologin, was sie schon bei ihren Ausgrabungen entdeckt hatten, nämlich verschiedene Erdschichten, Mauern eines Zimmers eines Klosters und eine Latrine, in die früher aller Müll hineingeworfen wurde. Aus einem großen Berg abgetragener Erde durften alle Kinder der Klasse mit der Schaufel und dem Eimer etwas Erde holen und Abraum durchsieben.

 

Dabei wurden Scherben von Tongefäßen oder Tellern und Knochen von Tieren, aber auch Schrauben und Nägel gefunden. Diese Funde wurden abgegeben und sortiert.

 

Was damit weiter passiert, erfahren wir bei unseren nächsten Treffen in der Kaiserpfalz.

Als Vorbereitung haben wir etwas über Archäologie gelesen. Außerdem haben wir einen Film von der Kaiserpfalz ausgeliehen und angeschaut:

Kalle der Museumsmaulwurf

Eigentlich hat sich Kalle der Museumsmaulwurf auf Ferien eingestellt: Nur essen und faulenzen möchte er. Doch stattdessen beginnt der Tag ganz anders. Die Vorratskammer ist leer, der Magen knurrt und dann versperrt auch noch ein Hindernis den Maulwurfsgang. Kalle beschließt, seine Freunde, die Archäologen, hinzuzuziehen. Im Handumdrehen befindet er sich mitten in einer archäologischen Ausgrabung und damit ist es mit den gemütlichen Ferientagen auch schon vorbei. Gemeinsam tragen sie Erde ab, bergen Funde und sichern Spuren. Allerdings haben die Archäologen oft eine etwas andere Vorstellung vom Ausgraben als Kalle ...

 

Wieder in der Kaiserpfalz

Bei weiteren Besuchen im Museum in der Kaiserpfalz drangen die Kulturstrolche der Comeniusschule nun noch tiefer ein in das interessante Arbeitsfeld der Archäologen und Museumsmitarbeiter. Was passiert eigentlich genau mit den Funden nach der Ausgrabung?

In den archäologischen Werkstätten, die eigens für uns aufgebaut wurden, probierten sie die fachgerechte Fundbearbeitung selbst aus. Hier galt es, die Funde zunächst genau zu untersuchen, die Formen zu bestimmen, eine Datierung zu wagen und sie zeichnerisch zu rekonstruieren. Sie untersuchten Münzen, Tier- und Pflanzenreste und fanden heraus, wie man anhand der Jahrringe das Alter von Holzfunden feststellen kann.

Bei einem abschließenden Besuch am 11. November erlebten die Kinder, was die Archäologen über diesen besonderen historischen Ort „Kaiserpfalz“ herausgefunden haben und was das eigentlich ist, eine Pfalz.

 

Sie erkundeten die über 1000 Jahre alten Mauerreste und besuchten die Ausstellung über die Kaiserpfalz.

Hier erfuhren sie, was die archäologischen Funde über diesen Ort und seine Bedeutung in der Vergangenheit verraten.

Die Kinder fanden bei einem Bilder-Such-Rätsel die ausgestellten Stücke, nahmen Informationen dazu auf und stellten diese den anderen Kindern vor.

Außerdem besuchte uns in diesem Halbjahr Frau Neumüller, eine ausgebildete Sängerin, 3 mal und machte mit uns eine interessante Musikstunde, die allen Kindern viel Spaß gemacht hat. Sie machte mit uns Stimmübungen, z.B. Aufzug fahren und Rhythmusübungen mit Instrumenten und wir lernten mit ihr das anfangs komplizierte "Kulturstrolche-Lied", was dann aber gut klappte.

Zu den Fotos geht es hier: Foto

(von Sabine Vorsmann)

 

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